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Presence Paper · 28 Seiten · kostenfrei

Wer mit der KI reden lernt, lernt zu reden

Du tippst der KI drei Stichworte hin und bist enttäuscht vom Ergebnis. Kein Wunder — du behandelst ein Gegenüber wie ein Suchfeld. Dieses Paper dreht das um: Du sprichst, die KI fragt nach, und am Ende steht ein Satz, den du selbst laut sagen kannst. Ohne Termin, ohne Publikum, ohne Risiko.

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Wer mit der KI reden lernt, lernt zu reden — Titelseite des Presence Papers Rede mit der KI
KlarheitDu bringst deinen Gedanken auf den Punkt, bevor die KI ihn poliert
TempoDu sprichst dreimal schneller, als du tippst — und gibst dabei mehr Kontext
WirkungDu sagst am Ende deinen Satz. Nicht den der Maschine

Der Kontext · 2026

Alle nutzen KI — der Vorsprung liegt woanders

KI ist im Berufsalltag angekommen. Der Vorsprung liegt damit nicht mehr im Zugang zum Werkzeug — den haben alle. Er liegt darin, wie gut jemand das Werkzeug führt und was am Ende dabei herauskommt.

Unternehmen nutzen KI63 %So viele sind es in Deutschland — mehr als im EU-Schnitt. Textarbeit und Kommunikation sind dabei die mit Abstand häufigsten Anwendungsfälle. Also genau dort, wo du ohnehin wirkst.
Menschliche Skills7 von 10So viele der am stärksten wachsenden Fähigkeiten sind menschliche Skills — Kommunikation steht dabei vorn. Nicht das Bedienen des Werkzeugs wird knapp, sondern das, was danach kommt.
KI-Kompetenz ist PflichtArt. 4So verlangt es die EU-KI-Verordnung, seit August 2026 überwacht. KI-Kompetenz ist damit Budgetthema geworden — nicht als Programmierkurs, sondern als Frage nach der eigenen Stimme.
Die Verschiebung
  • Nicht mehr: Wer nutzt KI? Sondern: Wessen Botschaft ist am Ende besser — und erkennbar die eigene?
  • Bewertet wird neuerdings das Redigieren. Wer widersprechen kann, wird sichtbar. Wer nur weiterleitet, nicht.
  • Das Prompt-Fenster ist der günstigste Übungsraum, den du hast. Es hört immer zu und kostet keinen Termin.

Zahlen und Einordnungen im Detail im Paper, Stand 2026 · EU-KI-Verordnung Art. 4 seit August 2026

Das Kernproblem

Workslop — sieht aus wie Arbeit, bringt aber nichts voran

Forschende der Stanford University und von BetterUp haben einen Begriff geprägt für das, was gerade durch die Postfächer läuft: KI-Output, der aussieht wie gute Arbeit. Sauber formatiert, fehlerfrei, freundlich formuliert — und ohne einen einzigen Gedanken, den man mitnehmen könnte.

0140 % bekommen WorkslopSo viele Beschäftigte haben zuletzt solchen Output erhalten — aus dem eigenen Haus.
02Rund zwei Stunden NacharbeitSo lange dauert es im Schnitt, einen solchen Fall brauchbar zu machen. Pro Fall.
0342 % verlieren VertrauenSo viele halten den Absender danach für weniger vertrauenswürdig — und rund die Hälfte für weniger kompetent.
Die Ursache

Workslop entsteht nicht, weil die KI schlecht ist. Er entsteht, weil jemand die eigene Kernbotschaft nie formuliert hat — und die Maschine eine Leerstelle füllen musste.

Für wen das Paper gemacht ist

  • Fach- und Führungskräfte, die täglich mit KI arbeiten und trotzdem selbst überzeugen wollen
  • Alle, die Townhalls, Board-Updates oder schwierige Gespräche vorbereiten
  • Wer beim Prompten immer wieder Durchschnitt zurückbekommt und nicht weiß, warum
  • Menschen, die ihre Rhetorik trainieren wollen, ohne dafür einen Termin zu brauchen

Wofür es nicht reicht

  • Es ist kein Prompt-Katalog zum Abtippen — die Formulierungen sind zum Einsprechen gedacht
  • Es macht dich nicht schneller fertig, sondern klarer. Wer nur Zeit sparen will, ist hier falsch
  • Es ersetzt nicht den Moment, in dem du selbst sprichst — dafür braucht es Feedback von außen

Was dich erwartet

28 Seiten — vom Prompt zum eigenen Satz

Kein Prompt-Katalog zum Abtippen. Das Paper führt durch einen Sprechkreislauf in vier Stationen, über sechzig erprobte Formulierungen zum Einsprechen und eine Routine für vierzehn Tage — mit einer Übung auf fast jeder Seite.

  • 01Warum KI ein Gesprächspartner ist
  • 02Der Sprechkreislauf in vier Stationen
  • 03Sprechen statt tippen — mit Zahlen
  • 04Der Drei-Minuten-Kontext
  • 05Iterieren statt bestellen
  • 06Die Regel für starke Kernbotschaften
  • 07KI als kritischer Sparringspartner
  • 08Vier Anlässe aus dem Führungsalltag
  • 09Wo die KI aufhört und du anfängst
  • 10Über sechzig erprobte Prompts
  • 11Satzanfänge zum direkten Einsprechen
  • 12Deine Routine für vierzehn Tage

So arbeitest du mit dem Paper

LesenEinmal ganz durch — für den Überblick über Kreislauf, Regeln und Prompts.
SprechenJede Übung eingesprochen, nicht getippt. Der Effekt entsteht im Mund.
PrüfenZwanzig Punkte entlang des Kreislaufs vor dem nächsten wichtigen Thema.
Blick ins Paper
Blick ins Paper — Titelseite des Presence Papers Rede mit der KIBlick ins Paper — Innenseite 1Blick ins Paper — Innenseite 2

Das Modell

Vier Stationen, die mit Sprechen anfangen und enden

Vier Stationen, die du beliebig oft durchläufst. Sie sind bewusst klein gehalten, damit du sie im Alltag wirklich durchhältst — zwischen zwei Terminen, auf dem Weg zum Auto, vor der nächsten Runde.

  1. Station 01SprechenDrei bis fünf Minuten am Stück, ohne abzusetzen. Rolle, Publikum, Ziel, Widerstand und Ton kommen dabei von allein mit.
  2. Station 02SammelnNie nach einer Lösung fragen, immer nach zehn. Der neunte Vorschlag bringt dich auf etwas, das du selbst nie geschrieben hättest.
  3. Station 03SchärfenKürzen, vereinfachen, streichen — und die KI fragen, was an deiner Aussage noch unklar bleibt.
  4. Station 04SprechenDas Ergebnis laut vorlesen. Was du nicht flüssig sagen kannst, ist noch nicht fertig — egal, wie gut es aussieht.
Die fünf Bausteine, die du vor der Aufgabe einsprichst
  • Rolle — Wer bist du in dieser Situation, und mit welcher Autorität sprichst du?
  • Publikum — Wer sitzt davor? Was weiß die Runde schon, was interessiert sie wirklich?
  • Ziel — Was soll nach deinem Auftritt anders sein? Eine Entscheidung, eine Haltung, ein nächster Schritt?
  • Widerstand — Was spricht dagegen? Welche Einwände kommen sicher, und von wem?
  • Ton — Wie soll es klingen? Nüchtern, warm, klärend, aufrüttelnd?
Die Reihenfolge

Der Kreislauf beginnt und endet mit dem Sprechen. Alles dazwischen ist Werkzeug — austauschbar, wenn morgen ein besseres kommt.

Der Ablauf in sieben Schritten

Bewusst starr — nicht weil Kreativität Regeln braucht, sondern weil du unter Zeitdruck nicht überlegen willst, wo du anfängst. Die meisten steigen bei Schritt 02 ein und hören nach Schritt 03 auf. Genau dazwischen liegt die Arbeit, die den Unterschied macht.

01
Thema frei einsprechenDrei Minuten Kontext, ohne Skript.
02
Vorschläge generierenZehn Varianten kommen lassen, nicht eine.
03
Ansätze auswählenZwei bis drei, die dich anspringen.
04
Aussage schärfenStreichen, bis nichts mehr wegkann.
05
Sprache vereinfachenSo, dass ein Neuling sofort folgen kann.
06
Emotion ergänzenEin Bild, eine Zahl oder ein Mensch.
07
Auf den Punkt bringenEin Satz, laut gesprochen.

Schritt 01 und Schritt 07 werden gesprochen. Dazwischen darfst du tippen.

Die Regel

Drei bis zehn Wörter — und laut sprechbar

Das wichtigste Ziel der meisten KI-Dialoge ist nicht ein Text. Es ist ein Satz. Viele Botschaften im Business sind zu lang, zu technisch, zu abstrakt — und deshalb nach dem Meeting verschwunden. Der Unterschied liegt selten im Inhalt, sondern in der Länge und darin, ob der Satz gesprochen funktioniert.

  1. Kriterium 01VerständlichKein Wort, das jemand nachschlagen müsste.
  2. Kriterium 02ErinnerbarAm nächsten Tag noch abrufbar, ohne Notiz.
  3. Kriterium 03AussprechbarOhne Luftholen sagbar, ohne Stolperstelle.
  4. Kriterium 04WiederholbarBeim dritten Mal noch derselbe Satz.
Satzanfänge zum direkten Einsprechen
  • „Ich erzähle dir kurz, worum es geht …“
  • „Die Situation ist folgende …“
  • „Was mich daran stört, ist …“
  • „Ich weiß noch nicht genau, was ich sagen will, aber …“
  • „Am Ende soll die Runde Folgendes tun …“
  • „Der Einwand, der sicher kommt, lautet …“
Der Sprechtest

Kernbotschaften müssen gut gesprochen werden können — nicht nur gut auf einer Folie aussehen. Wer sie beim Vorlesen zweimal ansetzt, hat sie geschrieben, nicht formuliert.

Zehn Prompts aus der Bibliothek

Über sechzig Formulierungen stehen im Paper, alle zum Einsprechen gedacht. Zehn davon, die fast immer tragen — sprich sie aus und häng deinen Fall an.

01
Kontext aufbauenIch erkläre dir jetzt drei Minuten lang meine Situation. Stell danach fünf Fragen, bevor du irgendetwas vorschlägst.
02
Verstehen prüfenFasse zusammen, was du über mein Publikum verstanden hast — und nenne, was dir noch fehlt.
03
Botschaften sammelnFormuliere zehn einfache Kernbotschaften zu diesem Thema.
04
VerkürzenVerkürze diese Botschaft auf maximal sieben Wörter.
05
VereinfachenErkläre diese Idee so, dass ein Fünfzehnjähriger sie versteht.
06
Fachsprache findenMarkiere jedes Wort, das mein Publikum nachschlagen müsste.
07
Einstieg bauenSchreibe drei mögliche Einstiege über sechzig Sekunden für diese Präsentation.
08
Widerspruch holenNenne mir die drei stärksten Gegenargumente zu meiner These.
09
Rolle spielen lassenAntworte als Vorstand, der wenig Zeit hat. Was streichst du zuerst?
10
Ehrlich schätzenWas würde ein Zuhörer nach fünf Minuten noch erinnern — ehrlich geschätzt?

Wenn du beim ersten Vorschlag stehen bleibst, hast du nicht gearbeitet. Du hast bestellt.

Wer das Paper geschrieben hat

Tim Christopher Gasse

Gründer & leitender Coach · Entwickler des SELFIE-Coachings

Früher Journalist und Moderator, seit 2010 Rhetoriktrainer. Er arbeitet mit Fach- und Führungskräften an Klarheit, Präsenz und Wirkung — und beobachtet seit zwei Jahren, wie das Chatfenster für viele zum ersten echten Übungsraum geworden ist: Es hört immer zu, es unterbricht nicht, es kostet keinen Termin.

Der Leitgedanke

Wer mit der KI reden lernt, lernt zu reden.

Das Werkzeug ist neu. Die Kompetenz dahinter ist die älteste, die es im Beruf gibt. Werkzeuge ändern sich — heute die KI, morgen etwas anderes. Was bleibt, ist die Fähigkeit, im entscheidenden Moment verstanden zu werden.

Fragen zum Arbeiten mit KI

Was Menschen fragen, bevor sie das Chatfenster öffnen

Ehrliche Antworten aus der Trainingspraxis — auch wenn du das Paper nie herunterlädst.

Gar nicht — sprich ihn. Bevor du eine Aufgabe stellst, gib fünf Bausteine mit: Rolle, Publikum, Ziel, erwarteter Widerstand und Ton. Drei bis fünf Minuten am Stück, ohne abzusetzen. Erst danach kommt die Aufgabe. Wer mit der Aufgabe startet, bekommt eine Antwort für irgendjemanden — nicht für sein Publikum.

Weil drei Zeilen Input drei Zeilen Kontext bedeuten — und die KI den Rest rät. Geraten wird Durchschnitt. Beschreibe dein Thema in zwei Sätzen und häng an: Stell mir fünf Fragen, bevor du antwortest. Beantworte sie laut. Danach hast du einen Kontext, den du auch im Meeting bräuchtest.

Ein Begriff von Forschenden der Stanford University und von BetterUp für KI-Output, der aussieht wie gute Arbeit, aber nichts voranbringt: sauber formatiert, fehlerfrei, freundlich — und ohne einen Gedanken zum Mitnehmen. Der Test: Sprich in einem Satz aus, was der Empfänger danach tun soll. Braucht der Satz mehr als zwölf Wörter, war es Workslop.

Den Einstieg sprechen. Beim Tippen kürzt du — nicht aus Absicht, sondern aus Bequemlichkeit: Jedes Wort kostet Anschläge, also fällt der Nebensatz weg, in dem der eigentliche Kontext steckt. Beim Sprechen passiert das nicht. Nebeneffekt: Jede Spracheingabe ist eine Miniprobe, kostenlos und ohne Publikum.

Zwanzig bis dreißig Eingaben — nicht drei. Nicht weil die Maschine langsam ist, sondern weil dein eigener Gedanke so lange braucht. Bleib zehn Runden am selben Satz: kürzer, einfacher, bildlicher, konkreter, wärmer. Wer beim ersten Vorschlag stehen bleibt, hat nicht gearbeitet, sondern bestellt.

Drei bis maximal zehn Wörter. Sie muss verständlich, erinnerbar, aussprechbar und wiederholbar sein: kein Wort zum Nachschlagen, am nächsten Tag noch abrufbar, ohne Luftholen sagbar, beim dritten Mal noch derselbe Satz. Wer sie beim Vorlesen zweimal ansetzt, hat sie geschrieben, nicht formuliert.

Lass dir drei Optionen für einen Einstieg über sechzig Sekunden geben — einmal als Geschichte, einmal als überraschende Frage, einmal als provokante These. Dann sprich alle drei laut ein. Der beste ist nicht der auf dem Papier, sondern der, bei dem deine Stimme mitgeht.

Lass die KI drei Rollen spielen, die deiner Botschaft widersprechen — den skeptischen Einkauf, den Vorstand ohne Zeit, die neue Kollegin im dritten Monat. Bitte um je drei kritische Fragen und beantworte alle neun laut, ohne vorher zu überlegen. Zehn Minuten, und die Einwände hast du schon einmal gehört.

Nur, wenn du weiterleitest statt zu redigieren. Beim guten Prompten passiert genau das, was auch vor Publikum entscheidet: einordnen, Ziel benennen, Publikum beschreiben, auf einen Satz kommen. Wer dort lernt, laut zu denken und zuzuspitzen, tut das drei Wochen später auch im Vorstandsmeeting.

Den Moment. Sie liefert Varianten, vereinfacht, kürzt, schlägt Struktur vor und simuliert Einwände. Bei dir bleibt: im Raum wirklich präsent sein, die Pause aushalten, wenn es still wird, Blickkontakt halten, auch bei Gegenwind, für die Aussage einstehen und umschalten, wenn es kippt.

Die EU-KI-Verordnung verlangt in Artikel 4 KI-Kompetenz und wird seit August 2026 überwacht. Praktisch heißt das für die meisten Teams nicht Programmierkurs, sondern die Frage: Kann jemand mit dem Werkzeug arbeiten, ohne die eigene Stimme zu verlieren? Dieser Hinweis ersetzt keine Rechtsberatung.

Nichts. Das PDF liegt ohne Opt-in und ohne Newsletter-Anmeldung direkt zum Download bereit — 28 Seiten mit dem Sprechkreislauf, über sechzig Prompts zum Einsprechen, Satzanfängen und einer Routine für vierzehn Tage. Wer danach mit Begleitung weitergehen will, findet auf dieser Seite drei Wege.

Der nächste Schritt

Am Ende sagst du
den Satz

Mit der KI zu reden kannst du ab heute allein üben. Richtig wirksam wird es mit Begleitung: In allen drei Programmen arbeitest du zwischen den Terminen eigenständig — und in den Live-Calls schauen wir gemeinsam auf das, was du daraus machst.

Malena GahrNatalie Bertram
Ein Gespräch, kein VerkaufsterminMalena Gahr & Natalie Bertram — wir melden uns persönlich bei dir.