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Presence Paper · 26 Seiten · kostenfrei

Wofür stehst du?

Deinen Werdegang kannst du erzählen, deine Projekte, deine Zahlen. Doch sobald jemand fragt, wofür du stehst, wird es still — nicht, weil die Antwort fehlt, sondern weil sie nie formuliert wurde. Genau diese Lücke schließt dieses Papier: in sechs Schritten zu einem Satz, den du auch unter Druck sagen kannst.

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Wofür stehst du? — Titelseite des Presence Papers
KlarheitDu kannst in einem Satz sagen, wofür du stehst — ohne Floskel und ohne Anlauf
HaltungDu entscheidest auch dann danach, wenn es dich etwas kostet
WirkungAndere können dich weitererzählen, auch wenn du nicht im Raum bist

Warum jetzt

Vertrauen ist knapp geworden

Institutionen verlieren an Glaubwürdigkeit, Vertrauen entsteht dort, wo Menschen es unmittelbar erleben: im eigenen Umfeld und am Arbeitsplatz. Wer Orientierung geben soll, muss selbst erkennbar sein. Nicht lauter, nicht perfekter — erkennbar.

Halten ihre Führung für zukunftsfähig23 %So wenige Beschäftigte trauen der eigenen Führung zu, das Unternehmen in die Zukunft zu führen. Wer hier erkennbar wird, fällt sofort auf.
Vertrauen dem eigenen Arbeitgeber74 %Deutlich mehr als Regierung oder Medien. Wer intern spricht, steht vor einem Publikum, das grundsätzlich bereit ist zuzuhören.
Sind emotional hoch gebunden10 %77 Prozent leisten Dienst nach Vorschrift. Das liegt selten an fehlender Arbeitsmoral, sondern daran, dass niemand mehr genau weiß, worauf man sich einlassen soll.
Was das für dich bedeutet
  • Je unsicherer der Rahmen, desto mehr Gewicht bekommt die einzelne Person.
  • KI übernimmt die schnelle, saubere, fachlich korrekte Antwort. Was bleibt, ist die Haltung dahinter.
  • Deine Position ist kein Luxusthema — sie ist gerade der knappste Rohstoff in deiner Organisation.

Quellen: Gallup Engagement Index Deutschland 2025 (veröffentlicht März 2026) und Edelman Trust Barometer 2026, Deutschland

Der Denkfehler

Positionierung ist kein Marketing

Die meisten verbinden Positionierung mit Selbstdarstellung — und lehnen sie deshalb ab. Das ist nachvollziehbar und führt trotzdem in die Irre. Positionierung entscheidet nicht, wie laut du bist, sondern wie leicht andere dich einordnen können.

Missverständnis 01Es geht um SelbstdarstellungNein. Es geht um Entscheidbarkeit. Menschen müssen einschätzen können, ob sie dir ein Projekt, ein Team oder ein Risiko anvertrauen. Ohne Anhaltspunkte entscheiden sie gegen dich.
Missverständnis 02Erst der Titel, dann die HaltungUmgekehrt. Rollen wechseln, Branchen wechseln, Titel verfallen. Was dich durch jeden Wechsel trägt, ist das, was gleich bleibt — und das ist nie die Visitenkarte.
Missverständnis 03Das machen wir, wenn Zeit istDu positionierst dich längst — nur unbewusst. In jeder Absage, jedem Meeting, jeder Priorität. Die Frage ist nicht ob, sondern ob du es steuerst.
Merke

Positionierung ist keine Kommunikationsübung, die man einmal macht. Sie ist eine Entscheidung darüber, woran man dich messen darf.

Für wen das Paper gemacht ist

  • Fach- und Führungskräfte, die ihren Werdegang erzählen können — aber nicht ihre Position
  • Alle vor einem Wechsel: neue Rolle, Bewerbung, erste Wochen im Team
  • Wer in Konflikten merkt, dass er jedes Mal neu verhandelt
  • Menschen, die sichtbar werden wollen, ohne sich zu inszenieren

Wofür es nicht reicht

  • Es ist kein Ratgeber zum Überfliegen — es ist ein Papier zum Mitarbeiten, mit Notizbuch und Smartphone
  • Es ist keine Personal-Branding-Anleitung. Reichweite ist hier kein Ziel
  • Wer die Antwort in zwanzig Minuten will, wird enttäuscht. Rechne mit vier Wochen

Was dich erwartet

26 Seiten — von der Frage zur Antwort

Kein Ratgeber zum Überfliegen, sondern ein Papier zum Mitarbeiten. Es ist so gebaut, dass du nach jedem Kapitel etwas in der Hand hast: eine Notiz, einen Satz, eine Aufnahme. Nimm dir Zeit, ein Notizbuch und dein Smartphone.

  • 01Warum die Frage jetzt entscheidet
  • 02Positionierung ist kein Marketing
  • 03Das Standortmodell in drei Ebenen
  • 04Prägung: woher deine Haltung kommt
  • 05Werte: was dich wirklich steuert
  • 06Stärken: was nur du so verbindest
  • 07Kernbotschaft: ein Satz, der bleibt
  • 08Belege: warum man dir glaubt
  • 09Wiederholung: aus Aussage wird Position
  • 10Drei Minuten, eine Kamera
  • 11Selbstführung, wenn es unbequem wird
  • 12KI als Sparringspartner mit vier Prompts
  • 13Fünf Momente, in denen es zählt
  • 14Deine ersten 30 Tage und der Standort-Check

So arbeitest du mit dem Paper

SammelnSchritt 01 bis 03 am Stück — etwa zwei Stunden, am besten ohne Telefon.
FormulierenSchritt 04 und 05 gelingen selten beim ersten Versuch: drei Anläufe an drei Tagen.
WiederholenSchritt 06 läuft über vier Wochen im Alltag mit — nicht am Schreibtisch.
Blick ins Paper
Blick ins Paper — TitelseiteBlick ins Paper — Innenseite

Das Standortmodell

Von innen nach außen

Positionierung läuft immer in eine Richtung: von innen nach außen. Wer die Reihenfolge umdreht und mit der Außenwirkung beginnt, baut eine Fassade, die unter Druck einstürzt.

InnenAußen
  1. 01FundamentPrägung · Werte · StärkenWas dich steuert, bevor du überhaupt sprichst. Diese Ebene erfindet man nicht, man legt sie frei. Sie ändert sich über Jahre.
  2. 02FormulierungKernbotschaft · BelegeWas du sagst, wenn dich jemand fragt. Ein Satz, der trägt — und drei Belege, die ihn glaubwürdig machen. Entsteht an einem Nachmittag.
  3. 03WirkungWiederholung · VerhaltenWas ankommt und hängen bleibt. Entsteht nicht durch Lautstärke, sondern durch Konsistenz über Zeit. Braucht Wochen.
Woran du merkst, wo es hakt
  • „Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll“Fundament fehlt
  • „Ich weiß es, kann es aber nicht sagen“Formulierung fehlt
  • „Ich sage es, es kommt nicht an“Wiederholung fehlt
So liest du das Modell

Von links nach rechts wird es sichtbarer — und leichter zu beurteilen. Von rechts nach links wird es wirksamer. Wer nur an der Oberfläche arbeitet, poliert Symptome. Wer beim Fundament anfängt, verändert alles Weitere mit.

Warum das wichtig ist

Die drei Sätze klingen ähnlich und brauchen völlig unterschiedliche Arbeit. Wer an der falschen Ebene ansetzt, investiert Wochen ohne Wirkung — deshalb scheitern Abkürzungen.

Merke

Du kannst nicht nach außen klarer wirken, als du nach innen entschieden bist.

Schritt 04 und 05 · Formulierung

Ein Satz, den andere korrekt wiedergeben können

Die Kernbotschaft ist kein Slogan und kein Elevator Pitch. Sie ist der Satz, den jemand korrekt wiedergeben kann, nachdem du den Raum verlassen hast. Das ist der einzige Maßstab, der zählt — und eine Aussage ohne Beleg ist Werbung.

  1. Beleg 01Die GeschichteEine Situation mit Anfang, Entscheidung und Ergebnis. Sechzig Sekunden, kein Roman. Sie macht die Aussage vorstellbar.
  2. Beleg 02Die ZahlEin Ergebnis, das überprüfbar ist: Durchlaufzeit, Fluktuation, Angebotsquote. Sie macht die Aussage überprüfbar.
  3. Beleg 03Das VerhaltenEtwas, das du regelmäßig tust und das andere beobachten können. Der wichtigste Beleg — und der am häufigsten vergessene.
Der Bauplan — und zwei Sätze, die tragen
  • „Ich sorge dafür, dass [wer] [was konkret anders] — weil [Überzeugung].“
  • „Ich sorge dafür, dass Technik-Entscheidungen im Vorstand ohne Übersetzer verstanden werden.“
  • „Ich mache Qualität zu einer Frage, die vor der Produktion gestellt wird, nicht danach.“
Der Test

Wenn dein Satz auch auf drei andere Menschen in deinem Unternehmen passt, ist es noch nicht dein Satz.

Die fünf häufigsten Fehler

In der Trainingspraxis wiederholen sich dieselben fünf Muster. Keines davon ist ein Zeichen mangelnder Substanz — sie sind alle gut gemeint und kosten trotzdem Wirkung.

01
Die Antwort klingt wie ein LeitbildVerantwortung, Vertrauen, Innovation — Wörter, denen niemand widerspricht, unterscheiden dich von niemandem.
02
Die Position beschreibt die RolleWas du verantwortest, steht im Organigramm. Deine Position beginnt dort, wo das Organigramm aufhört.
03
Zu viele BotschaftenWer für fünf Dinge steht, steht für keines. Der zweite Satz schwächt den ersten immer.
04
Formuliert, aber nie gesprochenEin Satz auf Papier ist eine Absicht. Erst der ausgesprochene Satz zeigt dir, ob er trägt.
05
Nach zwei Wochen gewechseltDu bist es zuerst leid — lange bevor es angekommen ist. Wechsle nicht, vertiefe.

Deine Position darf sich ändern — aber aus Erkenntnis, nicht aus Ungeduld. Ein Wechsel nach vier Wochen ist Unruhe, ein Wechsel nach zwei Jahren ist Entwicklung.

Tim Christopher Gasse — Gründer und leitender Coach, New Era of Presence

Wer das Paper geschrieben hat

Tim Christopher Gasse

Gründer und leitender Coach, New Era of Presence

Seit 2014 arbeitet er mit Fach- und Führungskräften an Auftritt, Klarheit und Haltung — in tausenden Trainings und Video-Coachings, mit über 18.500 Teilnehmenden. Davor Journalist und Moderator. Die Standortfrage ist die einzige, die in jedem Training auftaucht — unabhängig von Branche, Rolle und Erfahrungsstufe.

Aus dem Editorial

Das ist kein Kommunikationsproblem. Es ist ein Denkproblem.

Wer nicht weiß, wofür er steht, verhandelt jedes Mal neu — in jedem Gespräch, in jeder Entscheidung, in jedem Konflikt. Das kostet Energie, die woanders fehlt. Dieses Papier schließt die Lücke.

So geht es weiter

Drei Wege zu deiner Position

Kein Einzeltraining von der Stange, sondern Entwicklung über Zeit — passend zu deiner Rolle und deinem Ziel. In allen drei Programmen ist die Standortfrage der erste Schritt.

Der Einstieg

Der einfachste erste Schritt ist kein Vertrag, sondern ein Gespräch — und eine ehrliche Ersteinschätzung deiner Wirkung.

Erstgespräch buchen

Fragen zur eigenen Position

Was Menschen fragen, bevor sie den ersten Satz aufschreiben

Ehrliche Antworten aus über zehn Jahren Trainingspraxis — auch wenn du das Paper nie herunterlädst.

Positionierung entscheidet nicht, wie laut du bist, sondern wie leicht andere dich einordnen können. Es geht um Entscheidbarkeit: Menschen müssen einschätzen können, ob sie dir ein Projekt, ein Team oder ein Risiko anvertrauen. Ohne Anhaltspunkte entscheiden sie gegen dich — nicht aus bösem Willen, sondern aus Vorsicht.

Von innen nach außen, in sechs Schritten: Prägung, Werte, Stärken — dann Kernbotschaft, Belege, Wiederholung. Schritt 01 bis 03 brauchen etwa zwei Stunden am Stück, am besten ohne Telefon. Wer bei Schritt vier einsteigt und gleich formuliert, formuliert ins Leere.

Nach diesem Bauplan: Ich sorge dafür, dass [wer] [was konkret anders] — weil [Überzeugung]. Drei Teile, ein Satz. Wer den dritten Teil weglässt, klingt wie eine Stellenbeschreibung. Schreib zehn Varianten, streich alles, was auch für eine Kollegin gelten würde, und sprich den Rest dreimal laut.

An deinen teuersten Entscheidungen, nicht an einer Liste. Ein Wert, der nie etwas kostet, ist keiner. Frag deshalb umgekehrt: Wofür hast du bereits bezahlt — mit Zeit, Geld, Bequemlichkeit, Beliebtheit oder Karriere? Was du verteidigt hast, obwohl Laufenlassen einfacher gewesen wäre, das ist ein Wert.

Nicht als größte Einzelstärke, sondern als seltene Kombination. Irgendwo sitzt immer jemand, der besser analysiert oder mehr Fachtiefe hat. Jede Einzelfähigkeit ist verbreitet, die Verbindung ist es nicht. Frag zwei Menschen aus dem Arbeitskontext: Wofür würdest du mich holen, wenn es eng wird?

Die Frage nach den Stärken ist die Frage nach deiner Position — nur höflicher formuliert. Wer eine Liste aufsagt, verliert gegen jeden, der einen Satz hat. Antworte mit deiner Kernbotschaft und häng genau einen Beleg an: eine Geschichte in sechzig Sekunden oder eine Zahl mit Bezugsgröße.

Nicht mit der Abteilung, sondern mit deiner Frage: woran du gerade arbeitest und warum. Die ersten sechs Wochen entscheiden, woran dich dein Team misst. Wenn du nicht sagst, wofür du stehst, entscheidet dein Team es ohne dich — und korrigiert das später nur ungern.

Öfter, als es sich richtig anfühlt. Eine Position entsteht, wenn andere sie mehrfach in unterschiedlichen Zusammenhängen hören und keinen Widerspruch bemerken — das dauert Wochen. Für dich ist es die zwanzigste Wiederholung, für dein Gegenüber die erste. Der Punkt, an dem es dir zu viel wird, ist ungefähr der, an dem es ankommt.

Nicht die Position, sondern den Unterschied, den du machst. Ein Satz, drei Belege, fertig. Authentisch heißt dabei ausdrücklich nicht, Privates zu teilen — es heißt, die eigene Rolle klar, persönlich und verlässlich zu zeigen. Du brauchst keine Reichweite, sondern eine wiedererkennbare Perspektive.

Als Gesprächspartner ja, als Autor nein. Sie kann sortieren, Muster zeigen und Gegenwind simulieren. Sie kann nicht wissen, wofür du stehst. Nutze sie in eine Richtung: Du lieferst das Material, sie stellt die Fragen. Wenn du den fertigen Satz nicht laut aussprechen kannst, ohne dich fremd zu fühlen, ist er von der Maschine.

Rechne mit vier Wochen und rund zwei Stunden pro Woche. Woche 1: Material sammeln. Woche 2: Satz formulieren und dreimal laut sprechen. Woche 3: drei Belege finden. Woche 4: drei feste Gelegenheiten pro Woche, an denen der Satz vorkommt. Danach ist die Arbeit nicht fertig — aber du hast etwas, das du verteidigen kannst.

Nichts. Das PDF liegt ohne Opt-in und ohne Newsletter-Anmeldung direkt zum Download bereit — 26 Seiten mit Standortmodell, sechs Schritten, Übungen auf jeder Seite und einem Check zum Ankreuzen. Wer danach mit Gegenüber weitergehen will, findet auf dieser Seite drei Wege.

Der nächste Schritt

Vom Satz
zur Position

Die sechs Schritte kannst du ab heute allein gehen. Richtig belastbar wird deine Position mit Gegenüber: In allen drei Programmen arbeitest du zwischen den Terminen weiter — und in den Live-Calls schauen wir gemeinsam auf deine Aufnahmen.

Malena GahrNatalie Bertram
Ein Gespräch, keine PräsentationMalena Gahr & Natalie Bertram — wir melden uns persönlich bei dir.